„Islamic Finance – warum Zinsfrei?“

Akademischer Börsenverein Göttingen e.V.

Akademischer Börsenverein Göttingen e.V.

Am Dienstag, den 16.06.2015, kommt Taoufik Bouhmidi vorbei und erklärt uns das „Islamic Banking“. Wie funktioniert „Islamic Bankink“? In welche Anlageformen wird investiert? Welche Vorteile haben die Bankkunden? Alle diese Fragen werden in dieser Veranstaltung beantwortet.

ZDF BEITRAG MIT FMF INTERVIEW 

Islamic Banking in Deutschland

ZDF BEITRAG MIT FMF INTERVIEW

Thema: Islamic Banking in Deutschland

Islamic Finance: Im Einklang mit dem Koran

Islamic Finance: Im Einklang mit dem Koran

Die Altersvorsorge von Menschen mit Migrations-Hintergrund lässt oftmals zu wünschen übrig. Islamic Finance bietet Finanzberatung im Einklang mit dem Koran an und richtet sich sowohl an Muslime als auch an Sparer, denen bestimmte Leitlinien bei der  Geldanlage wichtig sind.

Islamic Finance: Im Einklang mit dem Koran

Taoufik Bouhmidi, FMF: “Aktuell sind es in erster Linie die 4,5 Millionen in Deutschland lebenden Muslime, die nach Islamic-Finance-Produkten suchen.”

Taoufik Bouhmidi, Gründer der Finanzberatung für Muslime und Freunde (FMF), erklärt, worin sich Islamic Finance von hiesigen Vorsorgelösungen unterscheidet, welche Zielgruppen es gibt und welche Marktchancen Islamic Finance hat:

Islamic Finance berücksichtigt eine völlig anders ausgerichtete Denkweise im Finanzwesen. So basiert das klassische Finanzsystem vornehmlich auf dem Gewinnstreben Einzelner, welche durch Zinserträge ihr Kapital stetig vermehren können.

Zusatznutzen im Vordergrund

Anders bei Islamic Finance: Es erkennt zwar Privateigentum, Markt und Wettbewerb ebenfalls an, stellt aber den Zusatznutzen in den Vordergrund, den ein bestimmtes Produkt für die Gemeinwirtschaft schafft.

Folgende Kriterien müssen dabei eingehalten werden:

• Geldzinsverbot: Vermeidung von exponentiellem Wachstum und ungerechter Verteilung.

• Verbot von vertraglichen Unsicherheiten und Glückspiel: Transparenz und Klarheit für beide Vertragspartner, ein Großteil der Derivate sind verboten, ebenso Leerverkäufe.

• Ethische Investitionskriterien: Der Nutzen für das Gemeinwohl steht im Vordergrund.

• Branchen oder Unternehmen, die ausgeschlossen werden, weil sie langfristig schädliche Konsequenzen mit sich bringen sind beispielsweise:

• Tabak-/Alkoholindustrie
• Waffenindustrie
• Pornographie
• Glückspielindustrie
• Zinsbasierte Finanzwirtschaft
• Unternehmen mit mehr als 33 Prozent Gesamtschulden

• Gewinn- und Verlustverteilung: Echte Partnerschaft der Vertragspartner statt Gläubiger-/Schuldner-Verhältnis.

Das Ziel von Islamic Finance ist es, ein nachhaltiges und gerechtes Wirtschaften zu ermöglichen, welches das Ausbeuten von Natur und Menschen zum Vorteil von Wenigen vermeidet.

Zielgruppe nicht nur gläubige Muslime

Aktuell sind es in erster Linie die 4,5 Millionen in Deutschland lebenden Muslime, die nach Islamic-Finance-Produkten suchen, weil diese ihren religiösen Überzeugungen entsprechen.

Es gibt aber auch immer mehr systemkritische Menschen, die nach  Alternativen innerhalb des aktuell wackeligen Finanzsystems suchen und in den Grundsätzen des Islamic Finance neue und interessante Lösungen finden.

Relativ junger Nischenmarkt

Die Ansprache dieser Zielgruppen kann über viele Wege geschehen. Zum einen ist das Internet ein wichtiger Vertriebskanal für Islamic-Finance-Produkte, ebenso halten wir aufklärende Vorträge zu diesem Thema, aber auch das Empfehlungsgeschäft ist gerade unter Muslimen sehr ausgeprägt.

Zusammengefasst handelt es sich bei Islamic Finance somit um einen noch relativ jungen Nischenmarkt, der aber stetig wächst. Denn bei der Altersvorsorge unterscheiden sich Muslime nicht von anderen Zielgruppen: In den sauren Apfel, Vorsorge für den Ruhestand zu betreiben, müssen wohl irgendwann alle beißen.

Taoufik Bouhmidi ist Geschäftsführer der FMF GmbH und Betreiber der Webseite www.zinsfrei.de. Über diverse Vorsorgeprodukte hinaus bietet FMF einen bundesweiten Produktvertrieb an und fungiert als Maklerpool für Islamic-Finance-Lösungen.

Foto: Shutterstock / FMF

http://www.cash-online.de/berater/2014/islamic-finance/175618

Eine Finanzberatung für Muslime bietet Alternativen zum klassischen Kapitalismus

Taoufik Bouhmidi hat 2008 die Finanzberatung für Muslime und Freunde (FMF) gegründet.20. Oktober 2010

Frankfurter Rundschau – online

Kredite ohne Zinsen

Von Martin Brust

Taoufik Bouhmidi hat 2008 die Finanzberatung für Muslime und Freunde (FMF) gegründet.

Durchs Fenster grüßen Branchengrößen: Hochhäuser von Deutscher Bank, Commerzbank und anderen hat Finanzberater Taoufik Bouhmidi von seinem Büro aus im Blick. Vorbilder? Ihr Erfolg ist Vorbild für den jungen Mann, dessen Familie aus Marrokko stammt, die Geschäftspraxis nicht. Denn die ist nicht „halal“, nicht erlaubt nach islamischen Religionsvorschriften. Die verbieten es, Zins zu nehmen oder zu spekulieren. Es gilt das Prinzip der Beteiligung an Gewinn oder Verlust und das Gebot, soziale oder ethische Kriterien bei Investitionen zu beachten. Alkohol oder Tabak etwa sind tabu.

Bouhmidi hat dafür 2008 seinen Job als Gebietsleiter beim Onlinebroker Cortalconsors gekündigt und die Finanzberatung für Muslime und Freunde (FMF) gegründet. Mit Finanzen habe er sein Hobby zum Beruf gemacht, sagt Bouhmidi. Aber parallel zur klassischen Karriere habe er sich mit inneren Werten und seiner Religion auseinandergesetzt und so das noch recht junge „Islamic Banking“ entdeckt. „Das ist bislang nur in Ländern wie Qatar oder Saudi-Arabien bedeutsam. In den meisten islamischen Ländern dominiert die klassische Finanzindustrie“, sagt Bouhmidi. In England gebe es seit 2004 die Islamic Bank of Britain.

… Und er ist sich sicher: In Deutschland gibt es Bedarf für Finanzberatung unter den rund vier Millionen Moslems, Nachfrage nach Scharia-konformen Finanzprodukten und Angebote dafür.

Allerdings meist nur für Anleger: Überwiegend Sparpläne und Investmentfonds vertreiben Bouhmidi und seine derzeit 18 Berater und Beraterinnen. Die arbeiten freiberuflich als Handelsvertreter. Ziel sind Berater in allen deutschen Großstädten. FMF berät und vermittelt, verwaltet aber selbst kein Geld.

Für Anleger gibt es etliche Produkte, die halal sind, auch von großen Instituten. Eine Herausforderung sind Kunden, die Geld benötigen, für Haus- oder Unternehmensfinanzierungen etwa. Denn hier ist das islamisch korrekte Vorgehen kompliziert: Für Kredite an Firmen etwa werde kein Zins vereinbart, sondern eine Gewinnbeteiligung – bleibt der aus, macht die Bank kein Geschäft. Wenn es gut läuft dafür unter Umständen mehr als beim klassischen Kredit. Bei der Hausfinanzierung kaufen Bank und Kunde das Objekt gemeinsam, die Eigentumsanteile entsprechen dem eingebrachten Kapital. Über die Laufzeit zahlt der Kunde eine Art Miet-Tilgung, bis ihm das Haus ganz gehört. Weil das rechtlich gesehen dabei mehrfach verkauft wird, würde auch mehrfach Grunderwerbssteuer fällig – ein Problem, das die britische Gesetzgebung bereits gelöst hat, die deutsche noch nicht.

Und so, wie die gesellschaftliche Diskussion über Islam und Zuwanderung derzeit läuft, dürfte das auch noch dauern. Bouhmidi sammelt derweil Kunden für seine Anlageprodukte und eine Warteliste für Finanzierungen „Je größer das wartende Kapital, desto eher werden Anbieter passende Produkte auf den Markt bringen“, hofft er. Derzeit hat er etwa 1000 Kunden in der Verwaltung – mit Interesse an Immobilienfinanzierungen im zweistelligen Millionenbereich. Bouhmidi glaubt an den Erfolg islamischer Finanzdienstleistung, deren Regeln nicht nur für Moslems interessant seien. „Als über die Regulierung von Optionen und Leerverkäufen diskutiert wurde“, erinnert er sich, „dachte ich: Der Islam verbietet das schon immer.“

http://www.fr-online.de/wirtschaft/hessischer-gruenderpreis-kredite-ohne-zinsen

Islamic Banking: Finanzberatung für Muslime expandiert

Der erste deutsche Sharia-konforme Finanzvertrieb cash-online

Donnerstag, 12. August 2010

Der erste deutsche Sharia-konforme Finanzvertrieb „Finanzberatung für Muslime und Freunde“ (FMF) eröffnet Filialen in Frankfurt und Dortmund. Neben der Expansion will das Unternehmen seine Leistungen ausbauen und die Zahl der Berater aufstocken.

Seit 2008 ist der bundesweit agierende FMF am Markt. Das Unternehmen bietet ausschließlich Islam-konforme Finanzlösungen. Nach den islamischen Anlageregeln sind Geldzinsen sind untersagt – Geld besitzt keinen inneren Wert und darf daher nicht als Handelsware genutzt werden. Zudem sind hochspekulative Geschäfte sowie Anlagen in Branchen wie Alkohol, Tabak, Glücksspiel, Rüstungsgüterindustrie oder Pornografie tabu. Oberste Prinzipien sollen die Wahrung von Gerechtigkeit, der faire Umgang sowie die Harmonie von individueller Freiheit und gesellschaftlicher Verantwortung sein.

So bietet FMF Lösungen von der Alters- und Kindervorsorge, Spar- und Anlagepläne bis hin zur Vermögenswirksamen Leistung und alternativen Geldanlagen. Demnächst soll eine Immobilienfinanzierung angeboten werden, die dem Sharia-konformen Beratungsansatz entspricht.

Neben dem Produktangebot soll zudem die Beraterzahl wachsen. Aktuell arbeiten im Netzwerk des FMF 20 Beraterinnen und Berater. (ks)

Foto: Shutterstock

Islamic Banking – Interview mit Taoufik Bouhmidi

Islamic Banking

Interview mit Finanzmakler Taoufik Bouhmidi.

Beitrag vom 18.11.2010

Bankgeschäfte und Religion (CCFlickr / suzanne chapman)Bankgeschäfte und Religion (CCFlickr / suzanne chapman)

Bankgeschäfte wie sie Allah gefallen – ohne Zinsen und Spekulation. Ist das realistisch? Weltweit versuchen rund 270 islamische Banken, Geldgeschäfte in Übereinklang mit der Scharia zu bringen. 

Was sich im ersten Moment reichlich versponnen für europäische Ohren anhört, war ursprünglich mal eine gemeinsame Grundregel der monotheistischen Religionen: Sowohl in der Bibel, als auch im Koran wird den Gläubigen geboten, keinen Zins zu nehmen.

500 Jahre ohne Zinsen

Für lange Zeit hatten die christlichen Päpste Zinsverbote ausgesprochen, etwa fünf Jahrhunderte galt das Verbot, für verliehenes Geld Zinsen zu verlangen. Erst im Verlauf des 16. und 17. Jahrhunderts wurde von den weltlichen Herrschern das päpstliche Verbot aufgeweicht.

Kein Geld für Unreines

Das Islamische BankwesenIslamic Bank of Britain (tnarik/flickr-cc-by-sa)

Das Islamische Bankwesen umfasst aber mehr Punkte als den Zinsverzicht. So geht es zum Beispiel auch um shariakonforme Fonds. Der Gläubige kann sein Geld hier so anlegen, dass weder Alkohol-, Tabak- oder Waffengeschäfte gefördert werden. Auch das Glücksspiel- oder Prostitutionsgewerbe ist tabu, die Schweinezucht ebenso.

Solide Geschäfte

Ein dritter Punkt wird nach den Erfahrungen der letzten Finanzkrisen und Börsencrashs auch für weltliche Banker  zunehmend zum Thema: das Verbot von Spekulationen, Derivaten und Leerverkäufen. Was islamische Banker aus religiösen Motiven ablehnen, ist auch den westlichen Regierungen inzwischen suspekt geworden. Weltweit redet man über stärkere Finanzmarktregulierungen.

Islamisch-weltlicher Dialog

So ist es vielleicht nicht weiter verwunderlich, dass im Rahmen der Euro Finance Week in Frankfurt am Main (15. – 19. November) auch eine  Islamic Finance Conference (Donnerstag 18.11.) stattfindet. Und auch in Sachen Stabilität und Wachstum können sich die Islamic Banker sehen lassen. Das Vermögen, das in Islamischen Fonds angelegt ist wuchs in den letzten Jahren rasant und  beträgt inzwischen weltweit über 750 Milliarden Dollar.

Aus der Praxis

In Frankfurt hat ein junger muslimischer Banker die „Frankfurter Finanzberatung für Muslime und Freunde“ gegründet. Pascal Fischer hat den Taoufik Bouhmidi getroffen und mit ihm über die Grundsätze und die Feinheiten des Islamic Bankings gesprochen.

Presseinformation: Historie der FMF

Seit dem Jahr 2006 wird unsere Dienstleistung, die Finanzberatung für Privatkunden nach Islamic Banking Prinzipien in Deutschland, vom Gründer und Geschäftsführer unseres Unternehmens, Herrn Taoufik Bouhmidi, entwickelt und angeboten.

Ziel war es die erste Finanzberatung für Privatkunden zu etablieren, das sich an islamischen Wirtschaftsprinzipien orientiert und  Finanzlösungen im Lichte der islamischen Ökonomie in Deutschland zu ermöglichen.

Bei der Entwicklung dieses Beratungskonzepts hat Herr Bouhmidi seine langjährige Erfahrung in der Finanzindustrie, in der er als Berater und Führungskraft bei renommierten Bank- und Finanzdienstleistungsunternehmen tätig war, genutzt. Diese Erfahrung kombiniert er mit den Studien „Islamic Banking and Insurance“ (London) und „Islamwissenschaften“ am Islamologischen Institut (Wien).

Seit dem Jahr 2007 ist Herr Bouhmidi ein gefragter Referent zum Thema Islamic Banking and Finance in Deutschland und hält  zahlreiche Vorträge und workshops, u.a. an verschiedenen Universitäten.

2008 wurde ein professioneller Webauftritt „FMF – Finanzberatung für Muslime &F reunde“  live geschaltet, um die Dienstleistung bundesweit zugänglich zu machen.

Anfang 2009 wurde die FMF für die kundenfreundliche Online-Beratung auf der Cebit am Stand von „Best-Practice-IT“ für eine Preisauszeichnung nominiert. Es erschien auch ein zweiseitiger Artikel in der gleichnamigen Fachzeitschrift für den Mittelstand.

Die FMF wurde im Jahr 2010 für die innovative Dienstleistung mit dem hessischen Gründerpreis ausgezeichnet. Die hohe Nachfrage hat dazu geführt, dass die FMF ein großes Filialnetz bundesweit aufgebaut hat, so dass Sie bereits 2010  deutschlandweit von der persönlichen Beratung profitieren konnten.

Der anhaltende Erfolg und das Wachstum des Unternehmens FMF machten im Jahr 2011 eine Rechtsformänderung notwendig. Seit dem tritt das Unternehmen als „FMF – Finanzberatung für Muslime & Freunde GmbH auf und bietet Ihnen die Möglichkeit, die Vorteile eines bundesweiten Filialnetzes mit persönlichen Ansprechpartnern zu nutzen.

Wir bieten Ihnen eine qualitativ hochwertige, transparente und aufklärende Dienstleistung im Bereich Islamic Banking & Finance an. Die Besonderheit bei unserer Dienstleistung ist die Einhaltung des Zinsverbots, das auch aus anderen Weltreligionen bekannt ist. Aber auch Werte wie Gerechtigkeit, Ausgewogenheit und Nachhaltigkeit spielen bei der Marktselektierung eine große Rolle und machen dadurch diese Dienstleistung interessant für alle, die verantwortungsvoll mit Ihren Finanzen umgehen wollen.

Für die finanziellen Ziele und Wünsche unserer Kunden bieten wir Lösungen an, die ethischen Kriterien entsprechen und fördern somit gemeinsam eine nachhaltige Zukunft.

Wir vertreten gemeinsam mit unseren Kunden die Auffassung, dass Ethik und Wirtschaft keinen Widerspruch darstellen, sondern den Weg für eine verantwortungsvolle Zukunft bieten.

„Wenn jemand ein Problem erkannt hat und nichts zur Lösung des Problems beiträgt, ist er selbst ein Teil des Problems.“ (indisches Sprichwort)