Bitcoins haram oder halal?

Heute widmen wir uns der Frage, ob Bitcoins haram oder halal sind. Denn ohne ausreichende Infos zu haben, was Bitcoins sind, kann es passieren, dass du dich von Reichtumsfantasien leiten lässt und in etwas investierst, was gegen deine Werte verstößt. Oder du vermeidest es komplett, weil du denkst, dass es doch sowieso haram ist – ohne sicher zu sein, ob du damit richtig liegst. Wenn du jedoch Klarheit hast, was Bitcoins sind und wie die Bewertung aus islamischer Sicht ist, kannst du viel entspannter mit dem Hypethema Kryptowährungen umgehen und hast eine klare Orientierung für dich, wie du damit umgehst.

Bevor wir bewerten, inwieweit Bitcoins haram oder halal sind, schauen wir uns erst einmal an, was Bitcoins überhaupt sind. Das Wort Bitcoin besteht aus den Worten Bit und coin. Bit ist die kleinste digitale Einheit und Coin ist das englische Wort für „Münze“, also sind Bitcoins digitale Münzen, die nur virtuell existieren. Es gibt mittlerweile tausende verschieden digitale Münzen, sogenannte Kryptowährungen. Bitcoins ist die erste und bekannteste von ihnen. Der Entwickler der Bitcoins ist Satoshi Nakamoto, was allerdings nur ein Pseudonym ist, denn keiner weiß bis heute, wer da tatsächlich dahintersteckt – ob es wirklich nur eine Person oder eine ganze Gruppe ist.

Die ersten Bitcoins wurden Anfang 2009 ausgegeben. Zuvor hatte Satoshi Nakamoto in einem Whitepaper den Bitcoin angekündigt, der vor allem einen dezentralen und anonymen Geldtransfer ermöglichen soll, was bedeutet, dass man die Banken in diesem System nicht mehr braucht und auch niemandem seine privaten Daten weitergeben muss. Der Hauptunterschied zum klassischen Geldsystem ist, dass die Bitcoins nicht bei der Bank verwaltet werden, sondern dezentral auf der Blockchain gespeichert sind. Das bedeutet: Wenn ich dir im klassischen Bankensystem Geld überweise, dann gebe ich das bei meiner Bank ein. Die sammelt alle Überweisungsaufträge, trägt sie ins Kassenbuch und gibt am Abend den Datensatz an die Landeszentralbank weiter – die sogenannte Clearingstelle. Von dort aus wird es am nächsten Tag an deine Bank weitergeleitet, und dann erst landet es auf deinem Konto. Deshalb dauert eine Überweisung den einen oder anderen Tag. Beim dezentralen Blockchain-System findet die Überweisung direkt zwischen den beiden Parteien statt, und das Kassenbuch bzw. der Datensatz, in dem alle Transaktionen gespeichert sind, genannt Ledger, ist nicht in der Hand einer zentralen Stelle, sondern ist auf allen PCs des Netzwerks gespeichert, die daran teilnehmen.

D.h.: Alle können transparent nachverfolgen, dass Teilnehmer A 1 BTC an Teilnehmer X gesendet hat, ohne den Namen von den Teilnehmern zu kennen. Das macht das System sehr sicher, denn wenn ein Hacker versucht, einen Account zu manipulieren, würde das das gesamte Netzwerk sofort merken, weil alle Teilnehmer alle Transaktionen kennen. D. h. dieses System ermöglicht praktisch von einem anonymen Nummernkonto, genannt wallet, Bitcoins zu senden, zu empfangen und damit auch bezahlen zu können. Das Wallet ist praktisch eine Datei, viele sagen dazu auch digitales Portemonnaie, das man auf seinem PC, Handy oder einem Stick speichern kann. Es hat zwei Schlüssel, einen Public Key und einen Privat Key, ähnlich wie beim Konto. Der Public Key ist die Kontonummer von dem Wallet. Wenn ich z. B. jemandem Geld überweisen will, brauche ich seinen public key, damit er sich aber die Bitcoins aber dann z. B. in Euro auszahlen lassen oder damit was kaufen kann, braucht er seinen Private Key, also den PIN. Alle 10 Minuten werden alle neuen Transaktionen in einem neuen Block dem bestehenden Datensatz hinzugefügt, der wiederum auf allen PCs gespeichert wird, daher auch der Name Blockchain, zu Deutsch „Blockkette“. Dieses Update machen sogenannte Miner, was theoretisch jeder machen könnte. Dies allerdings erfordert eine hohe Rechenkapazität von ganzen Rechenzentren und bringt einen sehr hohen Stromverbrauch mit sich. Deshalb ist das Bitcoinminen mittlerweile in den Händen von professionellen Firmen, die teilweise monatliche Stromrechnungen in Millionenhöhe verursachen. Zu deren Aufgabe gehörte es, Transaktionen auf ihre Richtigkeit zu überprüfen und der Blockkette hinzuzufügen. Dafür erhalten die Miner eine Anzahl von Bitcoins als Belohnung. Auf diese Art werden neue Bitcoins kreiert. Diese festgelegte Vergütung wird allerdings ca. alle 4 Jahre halbiert, weil die maximale Anzahl der Bitcoins auf 21 Millionen begrenzt ist. Zusätzlich dazu erhalten die miner eine Transaktionsgebühr als Entgelt, das abhängig von den Transaktionen unterschiedlich ausfallen kann.

5 Vorteile und 5 Nachteile des Bitcoins

Damit ziehen wir eine kurze Zwischenbilanz, um uns 5 Vorteile und 5 Nachteile des Bitcoins vor Augen zu führen, um dann im zweiten Schritt die Bewertung aus islamischer Sicht vorzunehmen.

Die Vorteile des Bitcoins sind, dass man damit theoretisch anonym Sachen kaufen kann – ähnlich wie beim Bargeld. Durch die Blockchain-Technologie ist es ein dezentrales sicheres System, wofür man keine Bank oder eine zentrale Stelle benötigt. Alle Transaktionen sind transparent in der Blockchain nachvollziehbar und durch das Netzwerk gesichert. Man kann weltweit Geld bzw. Bitcoins kostengünstig überweisen – innerhalb weniger Minuten. Bei den Transaktionen gibt es keine Einschränkung über die Höhe oder Häufigkeit wie bei den Banken.

Die Nachteile des Bitcoins sind, dass die Anonymität der Bitcoins Tür und Tor für Kriminalität, Steuerhinterziehung und Geldwäsche öffnet. Drogengeschäfte können damit abgewickelt werden, und es gibt Beispiele, in denen Lösegelderpresser das Lösegeld in Bitcoins überwiesen haben wollten. Es ist nur in wenigen Ländern akzeptiert, in manchen sogar als Zahlungsmittel verboten wie z. B. in Marokko. Durch die dezentrale Struktur gibt es keinen Ansprechpartner bei Problemen, an den man sich wenden kann. Der Anspruch, eine Währung zu sein, wird in keiner Form erfüllt, denn eine Geldwährung hat die Aufgabe, in der Wirtschaft zu zirkulieren. Sie ist wie das Blut der Wirtschaft: Je schneller es zirkuliert, desto besser. Wenn es jedoch hauptsächlich gehortet wird, wie es bei Bitcoins der Fall ist, sind das gefährliche Blutklumpen, was ungesund für die Wirtschaft ist. Ebenso machen die extremen Preisschwankungen, die sich aus der künstlichen Verknappung, den Spekulationen und der fehlenden zentralen Stelle, die für Preisstabilität sorgen könnte, den Bitcoin als Zahlungsmittel unberechenbar.

Erstes Zwischenfazit zu Bitcoins

Mein erstes Zwischenfazit ist, dass es aus meiner Sicht sehr wichtig ist, die Blockchain-Technologie, auf der alle Kryptowährungen aufgebaut sind und die Bitcoins als solches für die Bewertung zu trennen. Die dezentrale Blockchain-Technologie ist eine wundervolle Innovation, was meiner Meinung nach in Kombination mit smart contracts und künstlicher Intelligenz einige Branchen weit über Kryptowährungen hinaus komplett revolutionieren wird. Die meisten positiven Eigenschaften, die man mit Bitcoin in Verbindung bringt, beziehen sich auf die Blockchain-Technologie, die jedoch nicht mit dem Bitcoin als solches verwechselt werden darf. Der Bitcoin selber unterliegt extremen Preisschwankungen und ist der bekannteste von mittlerweile tausenden verschiedenen Kryptowährungen, die zum Magnet für Spekulanten und naive Kleinanleger geworden sind, die davon träumen über Nacht reich zu werden, indem sie nur ein paar digitale coins kaufen. Das hat die Tür für diverse Betrugsfälle geöffnet, was dazu geführt hat, dass viele Menschen ihre Gelder verloren haben. Länder wie z. B. China haben daraufhin verboten, über sogenannte ICO neue Kryptowährungen herauszubringen.

Die Sache mit den Bitcoins aus islamischer Sicht

Wie sieht es nun aus der islamischen Sicht aus? Darf man in Bitcoins investieren bzw. spekulieren? Wenn man nach Fatwas zum Thema Bitcoins recherchiert, wird man sowohl Fatwas finden, die es als haram einstufen als auch Fatwas, die es als halal einstufen. Das sollten wir jedoch nicht als Schwäche oder verwirrend betrachten. Eher im Gegenteil: Wir sollten es als Stärke betrachten. Denn Kryptowährungen sind eine neue Erscheinung, wozu es noch keine Erfahrung in der Historie gibt, und der Islam ist dezentral organisiert. Er lässt verschiedene Meinungen zu, was ja auch ein Vorteil ist. Im Grunde geht es bei der Frage, ob etwas haram oder halal ist, eigentlich um die Frage, ob etwas unterm Strich schädlich oder nützlich für die Gesamtheit ist. Je mehr Erfahrung man mit dieser Thematik sammelt, desto deutlicher werden auch die Urteile in Zukunft ausfallen. Die aktuellen fatwas, die es als haram einstufen, wie z. B. von dem ägyptischen großmufti Shawki Allam oder der türkischen Religionsbehörde Diyanet begründen es unter anderem damit, dass es die Kriterien einer Währung nicht erfüllt, für kriminelles Handeln genutzt wird und von keiner Regierung reguliert wird. Die Fatwas, die es als halal einstufen, wie z. B. die Fatwa vom Fiqh of council for north America oder von Mufti Muhammad Abu Bakar, wobei letzteres keine offizielle Fatwa ist, argumentieren, dass im Islam grundsätzlich alles erlaubt ist bis auf das, wofür es konkrete Belege aus dem quran und sunna gibt, die es verbieten.

Für das Argument, dass es die Kriterien als Zahlungsmittel nicht erfüllt, weil es keinen intrinsischen Wert hat wie z. B. Gold und Silber, gibt es keine Belege aus dem Quran und der Sunna, die besagen, dass eine Währung einen intrinsischen Wert haben muss. Vielmehr ist der Wert relativ und hängt davon ab, ob die Marktteilnehmer dem einen Wert beimessen.

In Bezug auf das Argument, dass nur Regierungen ein Zahlungsmittel ausgeben dürfen, wird gegenargumentiert, dass es dafür auch keine belastbaren Belege gibt. Bei dem Punkt allerdings, dass Bitcoins mit einem sehr hohen Risiko behaftet sind wegen der extremen Preisschwankungen und daher allein aus Risikoaspekten gemieden werden sollten, sind sich alle Gelehrten einig. Mufti Muhammad Abu Bakar, der Bitcoins grundsätzlich als erlaubt einstuft, macht da auch einen Unterschied: Wenn man Bitcoins erwirbt mit der Absicht, sie tatsächlich als Zahlungsmittel zu nutzen, sei es erlaubt, wenn man jedoch Bitcoins kauft nur weil man darauf spekuliert, dass der Preis steigen wird, stuft er es als haram ein.

Mein Fazit zu Bitcoins

Mein Fazit ist, dass Bitcoins kein sinnvolles Investment aus islamischer Sicht darstellen. Es ist ein hochriskantes Spekulationsinstrument, das die Anforderungen als Währung nicht erfüllt. Die positiven Eigenschaften, die man dem Bitcoin zuspricht, beziehen sich hauptsächlich auf die Blockchain-Technologie und nicht auf den Bitcoin als solches. Wenn du aus Neugier trotzdem unbedingt darin investieren möchtest, würde ich max. einen geringen einstelligen Prozentsatz deiner Ersparnisse investieren: 1-3%, sodass ein Totalverlust dir nicht wehtun würde. Ich persönlich glaube nicht, dass Bitcoin und Co. sich langfristig als Währung durchsetzen werden, sondern dass wir eine staatliche Kryptowährung bekommen, die von der Zentralbank herausgegeben und kontrolliert wird. Es ist utopisch, zu denken, dass die Macht, die man durch eine Währung hat und wegen der viele Kriege geführt wurden, einfach so aus der Hand gegeben wird. Wenn es hart auf hart kommt, brauchen die Regierungen den großen Minern nur den Stromstecker zu ziehen, und der Bitcoin würde sofort unhandelbar werden.

Seriös investieren – ich helfe dir dabei

Wenn du nach einer seriösen Möglichkeit suchst, deine Ersparnisse zu investieren ohne ein zu hohes Risiko einzugehen und im Einklang mit deinen islamischen Werten, bieten wir dir die Möglichkeit bereits ab 100,- mtl. in unseren islamkonformen Portfolios zu investieren. Somit hast du in Qualitätsaktien aus der ganzen Welt investiert, Sukuk, die hauptsächlich Mieteinnahmen aus Immobilienprojekten beziehen und physisches Gold, das du dir jederzeit ausliefern lassen kannst. In unseren Portfolios investieren wir hauptsächlich in islamkonforme Fonds und ETFs. Diese überprüfen permanent die Einhaltung der islamischen Kriterien und haben alle ein Rechtsgutachten, eine sogenannte Fatwa, die du von uns vor Depoteröffnung erhältst. Es wird sichergestellt, dass nur in Unternehmen investiert wird, die nichts produzieren oder keine Dienstleistungen erbringt, die aus islamischer Sicht verboten sind. Dazu gehören u. a. die Waffenindustrie, die Tabakindustrie und auch konventionelle Banken, die mit Zinsgeschäften ihr Geld verdienen. Dazu wird in keine Aktienunternehmen investiert, die einen zu hohen Verschuldungsgrad haben, zu viele offene Forderungen oder einen zu hohen Cashanteil in ihrer Bilanz aufweisen. Also wird nur in Unternehmen investiert, die eine solide Bilanz aufweisen können, was gerade in der aktuellen Krise sehr wichtig ist. Durch den hohen Anteil an Qualitätsaktien im Portfolio hast du langfristig eine überdurchschnittliche Rendite, was dir hilft, schneller und rentabler ein Vermögen aufzubauen. Überzeug‘ dich selber und buche dir ein kostenfreies Beratungsgespräch! Ich und mein Team helfen dir gerne dabei, ein Vermögen aufzubauen und das im Einklang mit deinen Werten und Prinzipien inshaallah.

Halal investieren wie ein Millionär

In diesem Beitrag besprechen wir eine Möglichkeit, wie du bereits ab 100,- € monatlich wie ein muslimischer Multi-Millionär halal investierst und dadurch viel schneller ein Vermögen aufbaust, indem du ordentliche Gewinne erwirtschaftest, ohne deinen islamischen Prinzipien untreu zu werden.

Wenn du beim Sparen nicht die Möglichkeiten islamkonformer Investments nutzt, brauchst du viel zu lang, um dein Zielkapital zu erreichen und läufst Gefahr, in die Falle der modernen Sklaverei zu geraten, da du dich von irgendwelchen Krediten abhängig machst.

 

Zeitgemäße Möglichkeiten der Halal-Investition nutzen

Wenn du jedoch die Möglichkeiten nutzt, die wir mittlerweile haben, erreichst du deine Ziele viel schneller. Unsere Kunden erlangen im Durchschnitt doppelt so schnell ihr Zielkapital mit Hilfe unserer islamkonformen Portfolio-Lösungen, was ich dir an einem Beispiel zeigen werde. Um sicherzustellen, dass dich der Investmentsparplan doppelt so schnell zum Ziel bringt, sind 3 Schritte notwendig:

 

1. Schritt: Zieldefinition und Ausarbeitung eines Plans

Im ersten Schritt ist es wichtig, dass du dir bewusst machst, auf welches Ziel du hinsparst, und wieviel du monatlich investieren musst, um dieses Ziel in einem realistischen Zeitraum zu erreichen. Wenn du ohne ein konkretes Zielkapital sparst, besteht die Gefahr, dass du viel zu wenig halal investierst und damit nicht wirklich vorankommst. Wenn du jedoch auf ein konkretes Zielkapital hinsparst, wirst du unnötige Ausgaben vermeiden und Möglichkeiten entdecken, die dir helfen, dein großes Ziel zu erreichen.

Als Zielkapital eignen sich am besten große, ambitionierte Ziele. Aus der Praxis weiß ich, dass viele unserer Kunden es nicht so spannend finden, bis zum 67. Lebensjahr arbeiten zu müssen, um dann später von einer mickrigen Rente leben zu müssen. Viel spannender finden es die meisten, wenn sie schon mit Mitte 50 oder vielleicht sogar schon mit Mitte 40 finanzielle Unabhängigkeit erreichen und als Privatier aufhören können zu arbeiten. Die Kurzvariante, wie man finanzielle Unabhängigkeit berechnet, schauen wir uns am Beispiel von unserem imaginären Freund Jakob an:

 

Er, 30 Jahre alt, verdient 3000 € netto, hat zwei Kinder und Ersparnisse in Höhe von 25.000 €. Er hat sich das Ziel gesetzt, mit Mitte 40 oder spätestens Mitte 50 finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen. Jakob geht achtsam mit seinen Ausgaben um, deshalb reichen ihm 2.000,- monatlich, um ein unabhängiges Leben führen zu können.

Diese monatliche Privatrente multiplizieren wir mit dem Faktor 250 und erhalten sein Zielkapital von 500.000,-. Das bedeutet: Wenn er 500.000,- hat und diese mit 5% pro Jahr anlegt, erhält er einen monatlichen Ertrag von 2.000,- und müsste nicht mehr arbeiten. Für dieses attraktive Ziel ist er bereit, 1000 € monatlich zu sparen, wenn es realistisch ist und er jederzeit flexibel die Sparrate ändern kann. Er rechnet sich das aus und stellt fest, dass er, wenn er es mit Sparbuch-Sparen erreichen will, 39 Jahre brauchen würde.  Damit wird ihm klar, dass er andere Möglichkeiten nutzen muss, um sein Ziel schneller zu erreichen, denn 39 Jahre ist ihm definitiv zu lang.

 

Schritt 2: Art der Investition festlegen

Somit komme ich zum zweiten Schritt, damit du dein Zielkapital doppelt so schnell erreichen kannst. Nachdem man ein klares Zielkapital hat, worauf man hinspart, schauen wir uns nun an, welche Möglichkeit es gibt, sein Geld anzulegen. Die statistischen Durchschnittsrenditen pro Jahr sprechen eine klare Sprache. Wenn du ordentliche Renditen machen willst, musst du in Aktien investieren, weil man da die höchsten Gewinne erwirtschaften kann.

Wenn wir diese verschiedenen Anlageklassen in zwei Hauptkategorien aufteilen, sehen wir auf der linken Seite die sogenannten Geldwerte, also Sparbuch, Festgeld, Bausparvertrag, kapitalbildende Lebensversicherung, die i.d.R. einen mickrigen garantierten Zins einbringen. Und auf der rechten Seite die Sachwerte. Hier werden Gewinne erwirtschaftet, oder es findet ein Wertzuwachs statt. Das ist zwar nicht garantiert, hat sich aber in den letzten Jahrzehnten immer wieder bestätigt.

Wenn wir dann noch die jährliche Inflationsrate von beispielsweise 2,5% herausrechnen, stellen wir fest, dass wir in Sachwerte investieren müssen, um nach Inflation einen Wertzuwachs generieren zu können.

Jetzt könnte man denken, diese Fakten sind doch einleuchtend, und dass die meisten ihr Geld in Sachwerte anlegen. Leider weit gefehlt: Wenn man sich die Statistik der Bundesbank über das Sparverhalten der deutschen Bevölkerung anschaut, wird man feststellen, dass der Durchschnitt zu 85% in Geldwerte investiert und nur zu 15% in Sachwerte wie z. B. Aktienfonds. Wer sein Geld so anlegt, für den bleibt die finanzielle Unabhängigkeit immer nur eine Fata Morgana.

 

Wenn wir uns jedoch eine aktuelle Statistik der Superreichen anschauen, die sich die besten Vermögensverwalter und sogenannte Family Offices beauftragen, das Vermögen der reichen Familien nach Inflation zu erhalten oder sogar zu steigern, stellen wir Folgendes fest:

Zu 80% wird in Sachwerte investiert, der Löwenanteil davon in Aktien und Unternehmensbeteiligungen und nur 20% in Geldwerte, weil die reichen Familien verstanden haben, dass sie mehr als 5% Ertrag p.a. erwirtschaften müssen, um ihr Vermögen nach Inflation zu behalten. Und das geht nur mit einem hohen Sachwerteanteil, in erster Linie mit Aktien.

 

Schritt 3 des islamkonformen Kapitalaufbaus

Damit kommen wir nun zum 3. und letzten Schritt, der dir hilft, dein Zielkapital islamkonform doppelt so schnell zu erreichen. Die Lösung, die ich dir zeigen möchte, ist das Zinsfrei-Portfolio, mit dem du bereits ab 100,- monatlich wie die Superreichen islamkonform halal-investieren kannst. Das Portfolio besteht aus diversen islamkonformen Aktien-Fonds & Etfs, die in verschiedenen Regionen der Welt investieren kannst, und jeder dieser Fonds investiert teilweise in hunderten Unternehmen, was zur Sicherheit des Gesamtinvestments beiträgt. Gleichzeitig hast du in islamische Anleihen sogenannte Sukuk investiert, das aus diversen Projekten besteht, die häufig mit Immobilien besichert sind und sichere Mieteinnahmen einbringen. Ebenfalls wird ein Teil in physisches Gold investiert, was zur Diversifikation, also Risikostreuung beiträgt. Da die Bedürfnisse individuell sind, bieten wir verschiedene Portfolios an, je nachdem, worauf dein Fokus liegt: Eine hohe Rendite erwirtschaftet man mit einem hohen Aktienanteil, oder man möchte lieber sichere Mieteinnahmen durch islamische Anleihen mit wenigen Schwankungen. Die Renditeangaben, mit denen wir in unserem Rechner kalkulieren, entsprechen der statistischen Durchschnittsrendite pro Jahr, je nach Anlageklassen und nach Kosten.

 

Zurück zu unserem Beispiel:

Jakob möchte nun schauen, inwieweit ihm das Zinsfreiportfolio helfen kann, sein Zielkapital von 500.000,- schneller als erst in 39 Jahren zu erreichen. Dazu geht er auf die Zinsfrei.de-Seite und gibt seine Daten ein: Monatliche Sparrate i.H.v. 1.000,- und Startkapital i.H.v. 25.000,-. Er stellt fest, dass er sein Zielkapital mit dem defensiven Portfolio in 26 Jahren erreichen kann, d.h., er wäre dann mit Mitte 50 Privatier und könnte aufhören zu arbeiten. Nach Durchkalkulieren der verschiedenen Portfolios stellt er fest, dass er sein Ziel mit Hilfe des Zinsfrei Aggressiv Portfolios bereits in 17 Jahren, also mit 47 Jahren, erreichen kann. Das begeistert ihn sofort, weil er sieht, dass er sein Zielkapital doppelt so schnell hat, und dass mehr als die Hälfte des Kapitals durch die Gewinne aus dem Portfolio erwirtschaftet wurden.                                                                                                      

Jakob kann sein Zielkapital mit Hilfe unserer Portfolios doppelt so schnell erreichen, also in 17 anstatt in 39 Jahren.

 

Und genau wie Jakob nutzen über tausend Kunden von uns deutschlandweit unsere islamkonformen Investments, um ihre Träume schneller zu realisieren. Ich zeige dir nun ein paar Eindrücke aus der Praxis, damit es nicht bei einem theoretischen Vortrag bleibt.

Als Beispiel betrachten wir echte Zahlen, wie sich die Portfolios im Jahr 2019 tatsächlich entwickelt haben. So sehen wir, dass in der Praxis manche Portfolios mehr als 20% in einem Jahr erwirtschaftet haben, was unsere Kunden sehr erfreut. Wir erleben, dass unsere Kunden uns stark weiterempfehlen, weil sie von den Ergebnissen begeistert sind. Jeder zweite Neukunde kommt über Empfehlung eines Bestandskunden, obwohl wir die Thematik des Weiterempfehlens gar nicht angesprochen haben.

 

Ich zeige dir nun 3 echte Kundendepots, um dir einen Einblick zu geben, wie das in der Praxis aussieht.

  1. Das erste Depot ist von einem Kunden, der seit Juni 2016 dabei ist. Das Zielkapital, das er aufbauen möchte, sind 2,5 Millionen €, wofür er noch ca. 12 Jahre braucht inshaallah, dafür spart er aktuell 7.000,- monatlich. Mittlerweile hat er 302.000,- eingezahlt. Dazu sind 63.000,- Gewinne gekommen, und somit hat er aktuell ein Vermögen von 366.280,-. Die wichtigste Zahl hier für dich ist die durchschnittliche Rendite pro Jahr, die er nach Kosten mit diesem Portfolio gemacht hat, und diese liegt bei 11% pro Jahr. Du erinnerst dich, wir kalkulieren in unserem Rechner mit max. 8%.
  2. Das nächste Kundendepot besteht seit Anfang 2013. Der Kunde spart 1100,- monatlich, hat insgesamt 95.000,- eingezahlt, und daraus sind 134.000,- geworden. Wichtig auch hier: Die jährliche Durchschnittsrendite des Depots der vergangenen 7 Jahre liegt bei 10,56%.
  3. Das letzte Beispiel ist von einem Kunden, der vor knapp einem Jahr einen ähnlichen Beitrag wie diesen hier von uns gelesen und sich sofort entschieden hat, zu starten. Er ist seit Januar 2019 dabei, hat mit 20.000,- Startkapital begonnen und spart 400,- monatlich. Somit hat er selber 24.900,- investiert sowie einen Gewinn von 5.400,-. Er kommt also auf knapp 30.000,- und hat eine satte Rendite von 24% in einem Jahr gemacht.

 

Ich könnte noch hunderte solcher Beispiele zeigen.

Was unsere Kunden sehr zu schätzen wissen, ist neben der Islamkonformität und den hohen Gewinnen die Flexibilität des Investmentsparplans. D. h., es gibt keine Laufzeit, du kannst jederzeit die Sparrate pausieren oder nach oben nach unten anpassen. Du kannst jederzeit Zuzahlungen tätigen, Teilauszahlungen oder Vollauszahlungen entnehmen und bist maximal flexibel, wenn sich in deinem Leben etwas ändert.

 

Fazit: Nicht selten gibt es positive Überraschungen bei der Kapitalanlage

Ich hoffe, ich konnte dir damit zeigen, dass es nicht nur Theorie ist, von der ich hier gesprochen habe, sondern in der Praxis sogar noch viel besser laufen kann als kalkuliert. Deshalb möchte ich dich einladen, auch dein Zielkapital zu berechnen.

Dazu multiplizierst du die Privatrente, die du haben möchtest, mit Faktor 250, und schon hast du dein Zielkapital. Dann gehst du auf unsere Webseite, um zu kalkulieren, wie lange du mit Hilfe unserer Portfolios brauchst, um deine finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen. Wenn du Fragen klären möchtest, kontaktierst du uns, und schon kann es losgehen! Wir freuen uns, dir dabei helfen zu können, schneller deine Träume zu realisieren, und das im Einklang mit deinen Werten und Prinzipien inshaallah.

Islam-konforme ETF

In diesem Beitrag erkläre ich dir, was ein passiv gemanagter ETF ist, was der Unterschied zu einem aktiv gemanagten Fonds ist, und warum es zurzeit einen solchen Hype um ETFs gibt.

 

Bevor wir uns die einzelnen Merkmale eines ETFs anschauen, führen wir uns kurz vor Augen, was ein Fonds im Allgemeinen ist.

Bei einem Fonds gibt es auf der einen Seite viele Anleger, die ihr Geld in dem Fonds investieren. Auf der anderen Seite investiert der Fondmanager dieses Geld z. B. in verschiedene Aktien, um für die Anleger eine gute Rendite zu erwirtschaften.Islam-konforme ETF

Der Vorteil für den Anleger ist z. B., dass er bereits mit sehr geringen Beträgen die Möglichkeit hat, sich an ganz vielen Unternehmen zu beteiligen, ohne selber mit Aktien handeln zu müssen.

 

Die Auswahl der Aktien wird bei klassischen Fonds nach teilweise aufwändiger Analyse der Unternehmen aktiv vom Fondmanager getroffen, der meistens noch von einem Analysten-Team unterstützt wird. Deshalb spricht man hier auch von einem aktiv gemanagten Fonds.

Islam-konforme ETF – Fondsmanager bewerten

Um zu bewerten, ob der Fondsmanager einen guten Job macht, kann man den Fonds mit dem jeweiligen Benchmark vergleichen. Einen Fonds, der zum Beispiel in Deutsche Aktien investiert, kann man mit der Entwicklung vom Deutschen Aktienindex DAX vergleichen.

Somit kommen wir zum ersten wichtigen Unterscheidungsmerkmal von aktiv gemanagten Fonds und passiv gemanagten ETFs.

Der aktiv gemanagte Fonds versucht, besser als der Markt zu sein. Wohingegen der passiv gemanagte ETF den Markt, in unserem Beispiel den DAX, 1:1 zu kopiert, indem er einfach in exakt den gleichen Aktien investiert, die im Index vertreten sind. Dadurch ist der Aufwand beim ETF wesentlich geringer. Denn um einfach nur den Index nachzubilden, benötigt man keine Analysten und auch keinen Fondsmanager, man kann es einfach und kostengünstig mit einer entsprechenden Software nachbilden.

 

Kosten bei Fonds und ETFs

Daher kommen wir zum dem nächsten wesentlichen Unterscheidungsmerkmal, den Kosten. Ein aktiv gemanagter Fonds berechnet ca. 2% Verwaltungsgebühren pro Jahr, wohingegen ein ETF eher um die 0,5% oder sogar weniger pro Jahr berechnet.

Das bedeutet: Wenn sich der DAX beispielweise um +8% im Jahr entwickelt hat, und der aktiv gemanagte Fonds auch 8% erwirtschaftet hat, bekommen die Anleger nach Kosten nur 6%. Deshalb versucht der klassische Fondmanager, besser als der Markt zu abzuschneiden. Allerdings haben zahlreiche Studien ergeben, dass ¾ aller aktiv gemanagten Fonds schlechter als der Markt laufen, u. a. wegen den höheren Kosten wie in unserem Beispiel. Das erklärt den hohen Zulauf auf die ETFs, weil sich die Anleger sagen: „Warum soll ich in einem Fonds investieren, der schlechter als der Markt läuft und auch noch höhere Kosten mit sich bringt?“ Der ETF-Anleger hätte in unserem Beispiel 7,5% Rendite erwirtschaftet.

 

Eine weitere Unterscheidung ist, dass man einen klassischen Fond direkt bei der Fondsgesellschaft beziehen kann und dafür i.d.R. 5% Ausgabeaufschlag berechnet wird. Ein ETF hingegen kann man jederzeit an der Börse kaufen, daher auch die Bezeichnung Exchange Trading Funds, zu Deutsch „börsengehandelte Fonds“. An der Börse entstehen auch Transaktionskosten. Diese sind aber wesentlich geringer als der Ausgabeaufschlag und liegen i.d.R. weit unter 1%.

Es gibt ausschüttende und thesaurierende ETFs. Ein ausschüttender ETF zahlt die Dividenden aus dem Fonds an seine Anleger aus, ein thesaurierender ETF reinvestiert die Dividenden.

 

Ein weiterer Vorteil, der allgemein für Fonds spricht, ist, dass es Sondervermögen ist und somit kein Emittentenrisiko besteht. Das bedeutet, dass es selbst, wenn die Bank, die den Fonds ausgegeben hat, Pleite gehen würde, keinen Einfluss auf den Fonds hätte, da die Wertpapiere in dem Fonds den Anlegern gehören und nicht der Bank.

 

Unterschiedliche ETF Varianten

Wichtig ist auch, zu wissen, dass es physisch replizierte und synthetisch replizierte ETFs gibt. Bei den physischen ETF wird auch tatsächlich in den Aktien investiert, die der jeweilige Index darstellt, bei den synthetischen ETFs wird mithilfe verschiedener Finanzinstrumente der Index nur nachgebildet, aber nicht wirklich in den Aktien investiert. Meine klare Empfehlung sind physisch replizierte ETFs, nur da ist auch drin, was draufsteht.

 

Die Nachfrage nach ETFs ist in den letzten Jahren sehr stark gestiegen, daher gibt es ETFs für nahezu alle gängigen Indizies, Branchen, Rohstoffe und Regionen.

Bei Islam-konformen ETFs wird nur in Aktien investiert, die alle Islamic Finance Kriterien erfüllen.

 

Kapitalaufbau mit Islam-konformen ETFs

Wie du mit Hilfe von Islam-konformen ETFs Kapitalaufbau betreiben kannst, das im Einklang mit deinen Werten und Prinzipien ist, erfährst auf unserer Webseite.

Sonderformen wie Short ETFs, Leverage ETFs u. a. habe ich bewusst weggelassen, da das meiner Meinung nach etwas für „Zocker“ ist, also nicht das, wonach ein normaler Anleger sucht.

 

Trotz allem Lob an die ETFs muss ich aus Fairness gegenüber der aktiv gemanagten Fonds erwähnen, dass es einige gibt, die es trotz der höheren Verwaltungskosten tatsächlich schaffen, viel besser als der Markt zu performen und somit auch besser als die ETFs. Daher ist es nicht immer angebracht, den Fokus nur auf die Kosten zu richten. Viel wichtiger ist das Ergebnis, das du mit deiner Anlagestrategie erzielst.

 

Wie du mit Hilfe von ETFs Kapitalaufbau betreiben kannst, das im Einklang mit deinen Werten und Prinzipien ist, erfährst auf unserer Webseite und in einem kostenfreien Beratungsgespräch.

Halal Aktien

Sind Aktien halal oder haram?

Wir bekommen öfter die Frage gestellt, ob Aktien nicht haram seien, weil man sie mit Spekulation und Zockerei in Verbindung bringt. Doch stimmt das überhaupt? Sind Aktien halal oder haram? Diese Frage werden wir in diesem Beitrag beantworten.

Aktien gehören zu den profitabelsten Möglichkeiten, Geld anzulegen und zu vermehren. Auf diese Weise lässt sich profitabler Geld erwirtschaften als mit Immobilien, Gold oder irgendwelchen anderen Zinsprodukten. Die meisten Menschen allerdings kennen sich damit überhaupt nicht aus und verpassen damit eines der wichtigsten Hilfsmittel beim Vermögensaufbau.

 

Warum Halal Aktien attraktiv sind

Bevor wir jedoch klären, ob Aktien haram oder halal sind, werden wir uns zuerst einmal kurz anschauen, warum es Sinn macht, eine Anlage in Aktien zu tätigen. Und warum es fatal ist, diese attraktive Anlageklasse außer Acht zu lassen. Wenn wir uns die folgende Statistik anschauen (über einen Anlagezeitraum von 30 Jahren), sehen wir, dass man mit Aktien im Durchschnitt 8-10% Rendite pro Jahr machen konnte.

Halal Aktien

Halal Aktien

 

Viel mehr als mit Immobilien, Gold oder irgendwelchen anderen Zinsprodukten. Das bedeutet: 10.000,- in Immobilien investiert hätte nach 30 Jahren 43.000,- gebracht. In Aktien investiert wären daraus aber über 120.000,- geworden, also eine Verzwölffachung des Kapitals. Im letzten Video haben wir übrigens eine Analyse der letzten 120 Jahre gemacht und sind auf ein ähnliches Ergebnis gekommen, trotz aller Krisen und Kriege in diesem Zeitraum.

Woher kommen aber diese hohen Gewinne? Dazu betrachten wir erst einmal, was eine Aktie ist.

 

Was ist eine Aktie?

Aktien sind vereinfacht gesagt handelbare Unternehmensanteile. D. h., wenn du eine Aktie von der Firma xy besitzt, gehört dir ein Bruchteil dieser Firma. Dadurch hast du auch ein Stimmrecht bei der jährlichen Hauptversammlung dieser Firma und erhältst eine Gewinnausschüttung, genannt „Dividende“. Der Unterschied zum Zins ist, dass die Dividendenhöhe unterschiedlich ausfällt, je nachdem, wie die Firma im abgelaufenen Geschäftsjahr gewirtschaftet hat. Mal mehr, mal weniger oder auch mal gar keine Dividende (z. B., wenn die Firma keine Gewinne gemacht hat, oder wenn in der Hauptversammlung beschlossen wurde, den Gewinn z. B. für weiteren Wachstum zu verwenden).

Das ist fair und nicht wie beim Zins, der immer gezahlt werden muss, egal, wie es dem Unternehmen gerade geht. Der Aktienpreis wird i.d.R. an der Börse bestimmt. Wenn die Firma an der Börse gelistet ist, d. h., wenn die Firma gut wirtschaftet, gute Zukunftsaussichten hat und deshalb eine hohe Nachfrage nach den Aktien dieser Firma besteht, steigt der Preis, und umgekehrt sinkt der Preis.

 

Aktien aus islamischer Sicht

Aus islamischer Sicht ist der Besitz einer Aktie gleichzusetzen mit einer Musharakah-Beteiligung, also einer Beteiligung am Gewinn und Verlust eines Unternehmens. Somit ist das Investieren in Aktien grundsätzlich erlaubt. Es muss aber beachtet werden, dass das Unternehmen nichts produziert oder Dienstleistungen erbringt, die aus islamischer Sicht verboten sind.

Dazu gehören u. a. die Waffenindustrie, die Tabakindustrie und auch konventionelle Banken, die mit Zinsgeschäften ihr Geld verdienen. Man darf also in keine Aktienunternehmen investieren, die einen zu hohen Verschuldungsgrad haben, zu viele offene Forderungen haben oder einen zu hohen Cashanteil in ihrer Bilanz aufweisen. Es darf also nur in Unternehmen investiert werden, die eine solide Bilanz aufweisen können, was gerade in der aktuellen Krise sehr wichtig ist.

 

Islamic Finance Zinsfrei

Islamic Finance Standard für Halal Aktien – AAOIFI

 

Da die gehandelten Aktien meistens von großen Konzernen stammen, mit teilweise hunderten Tochtergesellschaften, lässt es sich in der Praxis nicht vermeiden, dass auch Einnahmen aus nicht erlaubten Bereichen dem Gewinn zufließen. Deshalb hat sich ein Großteil der Gelehrten darauf geeinigt, dass bis zu max. 5% der Einnahmen aus nicht Islam-konformen Bereichen stammen dürfen. Es muss aber in so einem Fall im gleichen Prozentsatz eine Spende aus der Dividende getätigt werden, um die Einnahmen zu bereinigen.

 

In Sonderformen wie Vorzugsaktien darf ebenfalls nicht investiert werden, weil man da kein Stimmrecht hat und bei den Dividenden bevorzugt behandelt wird, was eine Ungleichbehandlung darstellt und einer Zinseinnahme ähnelt.

 

Daytrading wird bei der Mehrheit der Gelehrten als haram eingestuft

Das sogenannte Daytrading, also das hektische, mehrmals tägliche Handeln mit Aktien, um kurzfristig Spekulationsgewinne zu erzielen, wird bei der Mehrheit der Gelehrten als verboten eingestuft, weil es sehr am Glücksspiel angelehnt ist (und dies ist im Islam verboten). Jedoch ist das langfristige Investieren in Aktienunternehmen erwünscht und erlaubt, weil es einen produktiven Effekt für die Gesellschaft hat. Man unterstützt damit Unternehmen, sinnvolle Produkte und Dienstleistungen zu erbringen, die uns allen zugutekommen: Z. B. das Gerät, mit dem du gerade diesen Beitrag liest, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Aktienunternehmen hergestellt worden. Aktienunternehmen schaffen auch eine große Anzahl an Arbeitsplätzen. Daher ist es völlig legitim, am Gewinn dieser Unternehmen zu partizipieren.

Es ist sogar dem reinen Horten von Geld oder Gold vorzuziehen, weil dies nur „totes Kapital“ ist ohne Zusatznutzen für die Gesellschaft.

 

Fazit

Damit kommen wir zum Schluss, dass Aktien aus islamischer Sicht nicht haram, sondern erlaubt sind, wenn man die erwähnten Kriterien berücksichtigt. Diese Kriterien wurden von zahlreichen Gelehrten mit entsprechender Expertise erarbeitet und leiten sich aus dem Quran und der Sunna ab. Diese Standards werden von der weltweit bekanntesten nonprofit Organisation in diesem Segment, der AAOIFI, jedermann als Regelwerk zur Verfügung gestellt. Dieses Regelwerk dient als Grundlage für die Entwicklung von Islam-konformen Finanzprodukten wie zum Beispiel auch Fonds und ETFs.

 

Wie davon profitieren?

Wenn du dich jetzt fragst, wie du von diesen Erkenntnissen profitieren kannst, bieten wir dir die Möglichkeit, bereits ab 100,- mtl. in unseren Islam-konformen Portfolios zu investieren.

Somit kannst du in Qualitätsaktien aus der ganzen Welt investieren, die alle besprochenen Kriterien erfüllen, Sukuk, die hauptsächlich Mieteinnahmen aus Immobilienprojekten beziehen und physisches Gold, das du dir jederzeit ausliefern lassen kannst.

In unseren Portfolios investieren wir hauptsächlich in Islam-konformen Fonds und ETFs. Diese überprüfen permanent die Einhaltung der besprochenen Kriterien und haben alle ein Rechtsgutachten, eine sogenannte „Fatwa“, welches du von uns vor Depoteröffnung erhältst. Dadurch hast du in Sachwerte investiert und profitierst sogar von einer steigenden Inflation.

Durch die Islamic Finance Kriterien hast du nur in Unternehmen investiert, die ethisch sauber arbeiten und eine solide Bilanz aufweisen. Durch den hohen Anteil an Qualitätsaktien im Portfolio hast du langfristig eine überdurchschnittliche Rendite. Was dir hilft, schneller und rentabler ein Vermögen aufzubauen, um deine Lebensqualität zu erhöhen inshaallah. Sichere dir jetzt ein kostenfreies Beratungsgespräch 

Zakat-Berechnen

“Die obere Hand ist besser als die untere Hand; denn die obere Hand ist die Spendende und die untere Hand ist die Bettelnde.” (Sahih Muslim)

Um die Zakat zu berechnen muss man einiges beachten. Zakat bedeutet von seinem sprachlichen Ursprung her die Reinigung und die Verbesserung. In der religiösen Terminologie bedeutet Zakat die Pflichtabgabe.

Die Zakat ist eine der fünf Säulen des Islam, d.h. sie zählt zu den Glaubenspflichten eines jeden Muslims. Die fünf Säulen des Islams sind: Das Zeugnis, dass es keinen Gott außer Gott gibt und dass Muhammed der Gesandte Gottes ist, das Verrichten des Gebets, die Abgabe der Zakat, das Fasten im Ramadan und die Hadsch zum Hause Gottes (Pilgerreise zur Kaaba in Mekka), wenn man dazu in der Lage ist.

Zur Zahlung der Zakat ist derjenige verpflichtet, der frei, volljährig, geistig gesund und ein Muslim ist. Daneben kann man auch frewillig spenden (Sadaqa), dies wird auch gefördert.

Die Höhe der Zakat beläuft sich auf 2,5% des Vermögens, Aktien, Wertpapiere, Immobilien/Grundstücke, Gold & Silber nach Ablauf eines Mondjahres. Der Nisab (85g Gold = ca. 4.197,- € stand 06/2020) ist ein bestimmtes Minimum, das für die Zakatpflicht eine notwendige Voraussetzung ist. Das Entrichten der Zakat vor Erreichen des Nisab (Minimum) ist nicht Pflicht.

Halal investieren - Zakat

Zakat – Pflichtabgabe

Ökonomische und moralische Auswirkungen auf:

Zakat Geber

  • Verantwortungsbewusster Umgang mit Vermögen.
  • Schutz vor negativen Charaktereigenschaften. Die Zakat schützt die Zakat-Pflichtigen vor Geiz, Habsucht und deren Begleiterscheinungen.
  • Schutz vor Überbewertung des Diesseits.

Zakat Empfänger

  • Befreiung von materieller Abhängigkeit.
  • Schutz vor negativen Charaktereigenschaften. Die Zakat schützt die Empfänger vor Neid, Missgunst und Hass auf die Wohlhabenden.

Die Gesellschaft

  • Soziale Fürsorge.
  • Förderung des sozialen Friedens.
  • Förderung der Konjunktur.

Zakatberechtigte
In der Sure 9 Vers 60 werden die Zakatberechtigten Personen genannt:

  • Arme und Bedürftige
  • Mitarbeiter der Zakatbehörde
  • Personen, deren Herz gewonnen werden soll
  • Freikauf von Sklaven
  • Für die Sache Allahs (Fi-sabilil-lah)
  • Unverschuldet in Not geratene Schuldner
  • In Not geratene Reisende

Die Zakat ist ein Pflichtteil (Rukn) im Islam und wer die Zakat leugnet, fällt vom Din ab.